|
Brustkrebs ist in Europa und Nordamerika die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. Die Rate an Neuerkrankungen wird in Deutschland auf etwa 40.000 bis 50.000 pro Jahr geschätzt. Die Prognose der Erkrankung ist entscheidend vom Stadium des Tumors zum Zeitpunkt der Entdeckung abhängig. Dabei gilt, dass die Prognose umso günstiger ist, je kleiner der Tumor ist. Bei einer Tumorgröße < 1 cm ist unter entsprechender Behandlung in etwa 95% der Fälle eine Heilung möglich. Mit zunehmender Größe des Tumors nimmt die Überlebensrate jedoch sehr steil ab.
Nach wie vor ist die (Röntgen) Mammographie die Grundlage der bildgebenden Diagnostik beim Brustkrebs und ein sehr empfindliches Verfahren zum Nachweis von kleinsten Verkalkungen, die mit einem Brustkrebs einhergehen können. Die Bildqualität konnte in den letzten Jahren entscheidend verbessert werden, wobei die Strahlenbelastung deutlich vermindert werden konnte. Fortschritte wurden auch auf dem Gebiet der Ultraschalldiagnostik (Sonographie) erzielt. Heute stehen sehr hochauflösende Geräte (bis 13 MHz) zur Verfügung, mit denen kleinste Veränderungen entdeckt werden können. Mit farbkodierten Verfahren lässt sich sogar die Durchblutung im Brustdrüsengewebe messen. Die Magnetresonanztomographie des Brustdrüsengewebes (MRT der Mamma) gilt als sehr empfindliches Verfahren in der Brustkrebsdiagnostik und wird vor allem in der Nachsorge, aber auch vor einer Operation eingesetzt.
Minimal invasive Verfahren zur Gewebeentnahme runden die radiologischen Möglichkeiten in der Brustkrebsdiagnostik ab. Bei diesen Verfahren, wie der Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie und der Vakuumbiopsie, wird über eine Nadel Gewebe entnommen, ohne dass eine Operation oder ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist.
|
|